Telefonisches Interview mit Marisela Ortiz von der Organization Nuestras Hijas de Regreso a Casa aus Ciudad Juárez über die systematischen Morde und das Verschwinden von Frauen
Viele Menschen, die aus anderen Teilen des Landes in der Hoffnung kommen, die Grenze überqueren zu können, lassen sich hier nieder, da die Grenzüberquerung wegen der strengen Maßnahmen der Vereinigten Staaten fast nie gelingt. Sehr schwierig ist, dass es keine Infrastruktur gibt, die dieser Problematik adäquat begegnen kann; die Menschen bauen sich dann z. B. ihre Häuser mit Abfallprodukten aus den Maquilas. Viele haben ihr ganzes Hab und Gut aufgegeben, ihre Familien und Freunde.
Die versprochene Entwicklung durch die Maquila-Industrie hat sich also für die Leute als eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation herausgestellt?
In vielen Fällen ja. Aber viele Menschen finden hier doch Arbeit und ein Einkommen. Aber der Preis dafür ist hoch, die Kultur ist anders, die Klimaschwankungen belastender. Viele Maquiladoras haben deshalb Strategien entwickelt, dass die Belegschaft dauerhaft bleibt. Sie geben ihnen Extra-Zulagen oder stellen ihnen Gratis-Telefonverbindungen zur Verfügung, damit sie ihre Familien zu Weihnachten anrufen können.
Vielen Menschen, die die Grenze überqueren wollten, blieb keine andere Möglichkeit, als sich in Juárez in extrem prekärer Situation niederzulassen. Und wenn sie erst mal angefangen haben, in der Maquila zu arbeiten, holen sie ihre Familien nach. Die Arbeit in den Maquilas scheint zunächst wie das Paradies für Menschen, die noch nie vorher mit Lohnarbeit Geld verdient haben. Sie ist jedoch ausbeuterisch und für einige Familien entwickelte sich dazu noch eine andere fürchterliche Realität, nämlich der Verlust einer Tochter.
Die Maquiladoras sind generell ausländische Unternehmen, die meisten sind nordamerikanische Firmen, ein anderer großer Teil ist aus China. Einige europäische Unternehmen wie Phillips haben geschlossen. Es gibt die vielfältigsten Firmen, die jedoch ständig ihre Namen wechseln – dies erscheint mir als eine Strategie, damit die Unternehmen keine Arbeitsrechtsansprüche gewähren müssen. Es gibt Maquilas, die von heute auf morgen geschlossen wurden und als die ArbeiterInnen am Montag zur Arbeit erschienen, fanden sie nur noch das verlassene Gebäude vor. Sie verloren dadurch nicht nur ihre Arbeit, sondern auch den Sozialversicherungsschutz. Diese Unternehmen achten nicht auf die mexikanischen Gesetze, und die Behörden hier sind sehr nachlässig in der Kontrolle dieser Unternehmen.
Ein Teil der mexikanischen Entwicklungspolitik ist die Begünstigung der ausländischen Investitionen durch die Nichtbeachtung von Arbeitsrechten.
Auf jeden Fall schafft dies sehr ungünstige Bedingungen für die ArbeitnehmerInnen. Zum Beispiel hatten die Maquilas mehr Frauen als Männer beschäftigt, da sie dachten, dass die Frauen produktiver arbeiten als die Männer, da sie nicht so schnell ermüden, verantwortungsvoller arbeiten und weniger verdienen. Dadurch wurde das soziale Netz zerstört, die Stellung der verdienenden Frau in der patriarchalen Kultur verletzt die Ehre der Männer. Diese lassen ihre Wut über ihre neue soziale Rolle an ihren Frauen und Kindern aus, auch sexuelle Misshandlungen treten gehäuft auf. Diese Entwicklungen der letzten 15 Jahre wurden von Regierung und Behörden nicht vorausgesehen und es bestand darüber hinaus auch kein Interesse, öffentliche Gelder zu investieren, um z. B. die Stadtplanung vorwärts zu treiben oder die Unternehmen zu verpflichten, Kinderbetreuungsstätten einzurichten.
Ein anderes Thema, warum Juárez international bekannt geworden ist, ist der so genannte feminicidio; was auch nicht nur ein Thema häuslicher Gewalt ist, sondern systematisch stattfindet.
Ja, und man sollte auch diese Themen gut klären und voneinander trennen. Die Regierungen waren total uninteressiert, sich mit den Belangen der Frauen zu beschäftigen. Schließlich erreichte der Aufschrei der Angehörigen, die sich in Nuestras Hijas de Regreso a Casa (NHRC) organisierten, dass die Bundesregierung einige Programme entwickelte und durchführte. Aktuell signalisiert die Landesstaatsanwältin, Patricia Gonzales, dass 70 Prozent der Morde geklärt seien, was jedoch nicht die Realität widerspiegelt. Man muss die Dinge gut trennen: Die Behörden haben die Fälle auf bestimmte Weise klassifiziert, um die Zahl der Verbrechen gering zu halten. Ich würde sie ordnen, um zu verstehen, was dahinter steckt. Tatsächlich haben viele der Verbrechen hier mit häuslicher Gewalt zu tun und ich gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft diese Verbrechen mit den Verbrechen des feminicidios gleichstellt und sie deshalb als aufgeklärt darstellt.
Das Modell des feminicidios beinhaltet nicht nur die physische und soziokulturelle Ähnlichkeit der Opfer (dunkelhäutig, schlank, lange Haare und hübsch, arm, jung, Studentin oder Arbeiterin, oft in den Maquiladoras), sondern auch, dass die Frauen einige Tage entführt und in der Zeit vergewaltigt, gefoltert und verstümmelt werden. Nachdem sie dann ermordet wurden, werden ihre Leichname auf die Straße oder leer stehende Grundstücke geworfen. In der Vergangenheit wurden die Körper in der Umgebung der Stadt oder in der Wüste abgelegt, aber seit einiger Zeit werden sie mit Erde bedeckt in belebten Orten in der Stadt gelegt, als ob der/die Mörder hofften, dass jemand sie findet und so Zeuge des Grauens wird, das die junge Frau vor ihrem Mord erleiden musste.
Das heißt, dass für die Mörder, statt sich einfach des Leichnams zu entledigen, der Körper der Toten weiterhin einen Symbolgehalt hat?
Auf jeden Fall. Es ist eine Sprache, die von den Frauenmördern benutzt wird und die wir bis jetzt noch nicht entziffern konnten. Zum Beispiel wurden im November 2001 acht Leichname vor die Asociación de Maquiladoras (Verband der Maquiladoras) geworfen, und das hat eine höhere Bedeutung. Der Körper von Lila Alejandra Garcia wurde genau vor die Maquiladora gelegt, in der sie arbeitete und von wo sie, wie wir auch vermuten, entführt wurde. Ich denke, dass die Beteiligten damit untereinander kommunizieren. Übereinstimmend mit den Forschungsergebnissen der brasilianischen Akademikerin Laura Rita Segato hat dies eine Bedeutung, die sie in ihrer These (s. Artikel „Die Handschrift auf den Körpern der ermordeten Frauen von Ciudad Juárez“) darstellt. Die Kommunikation durch die Körper der Frauen läuft nicht nur unter ihresgleichen, sondern sie wollen auch der Gesellschaft und ihren Gegnern etwas mitteilen.
Kann man eine These aufstellen, wer die Mörder sein könnten? Oder ist das, was man bis jetzt weiß, noch sehr unklar?
Seit vielen Jahren finden Morde mit diesen Merkmalen statt. Die Art und Weise der Behandlung durch die Behörden hat verhindert, dass Fälle aufgeklärt wurden. Es wurden Beweise “verloren” oder Spuren verwischt, die zu den Mördern hätten führen können. Es gab keine Untersuchungen, es wurden Informationen vertauscht oder nicht korrekt in den Akten festgehalten. Wir nehmen an, dass dahinter eine große Macht steht, die genug Geld hat, sich das Schweigen und die Komplizenschaft der Polizei auf den verschiedenen Ebenen zu kaufen. Unser Verdacht geht in Richtung der Drogenhändler, die mit der politischen Klasse und der High Society verquickt sind. Diana Washington hat ein Buch mit dem Titel Cosecha de Mujeres (Frauenernte) verfasst, in dem sie anhand glaubwürdiger Quellen darstellt, dass es einige bekannte Unternehmer aus Juárez gibt, deren wirkliches Einkommen aus dem Drogenhandel kommt, und die möglicherweise verbunden sein könnten mit den Verbrechen an den Frauen.
Wie viele der ermordeten Frauen können dem Modell des feminicidios zugeordnet werden, laut der Statistiken, die Sie führen?
Es ist sehr schwierig, eine genaue Zahl anzugeben. Viele Organisationen, die hier eine Erhebung gemacht haben (CIDDHH, UNO, CNDDHH, Amnesty) erzielten keine übereinstimmenden Ergebnisse. Die problematische Frage des Zahlenunterschiedes zeigt die Gewichtung und die offizielle Nichtbeachtung des Themas.
Gibt es Daten einer Organisation, die mehr Vertrauen von Euch genießen?
Unserer Meinung nach könnte man bis zu 200 Verbrechen diesem Modell zuordnen. Die Zahl von Amnesty ist mit 143 Fällen die, die sich dieser Einschätzung am meisten annähert.
Die öffentlichen Behörden, ob bundes- oder landesweit, versuchen stets, die Anzahl der Frauen, die nach dem Modell des feminicidios umgebracht werden, klein zu halten und zu leugnen. Jetzt verneinen sie auch, dass es dieses Modell jemals gegeben hat. Dies macht uns große Sorgen, da die Verneinung keineswegs eine Lösung bedeutet. Die Landesstaatsanwältin hat vor kurzem erklärt, dass sie mehr als 70 Prozent der Fälle gelöst hat, dabei ist sie erst wenige Monate im Amt. Außerdem sagte sie, dass die Verbrechen Fälle häuslicher Gewalt seien und der Rest junge Frauen betrifft, die in die Bars gehen, dort mit manchmal zufälligen Begleitern Alkohol trinken und dann später von ihnen ermordet werden. Den jungen Frauen wird die Schuld an ihrem Schicksal zugeschrieben und die Fälle nicht weiter untersucht, denn das Image der Stadt soll sauber gehalten werden. Dazu ein Beispiel: Vor kurzem hat der Direktor der Mexikanischen Menschenrechtskommission, Jose Luis Soberanes, in Genf erklärt, dass Ciudad Juárez wegen der nicht geklärten Verbrechen eine vergüenza nacional (Schande für das Land) sei. Dies verursachte hier eine große Aufregung – der Oberbürgermeister erklärte, dass Soberanes in der Stadt unerwünscht sei und hatte die Frechheit, vor der Presse zu sagen, dass er gegen Jose Luis Soberanes eine Anzeige wegen Verleumdung der Stadt Juárez einleiten werde.
Es ist ein übliches Vorgehen, dass diejenigen, die versuchen, das Problem sichtbar zu machen, als “Verräter” dargestellt werden.
Wir wurden beschuldigt, die Stadt verleumdet zu haben – sogar die Unternehmer haben sich untereinander verschworen, um uns vorzuwerfen, dass wir der Stadt den schlechten Ruf gegeben haben, weil wir im Ausland über die Vorfälle informiert haben, die hier gelöst werden müssen. Es ist eindeutig, dass all dies mit dem Netz der Mittäterschaft zusammenhängt, das hier gewoben wird.
Euch wird vorgeworfen, ein Problem nach außen zu bringen, das hier gelöst werden könnte. Wurde etwas Konkretes veranlasst, um die Mordfälle zu lösen?
Die Präventionsprogramme der Regierung haben keine Lösung gebracht. Die Morde an den Frauen können nicht nur mit präventiven Mitteln bis hin zu Strafmaßnahmen gelöst werden. Die Straflosigkeit muss die Justiz lösen. Das Land hat viel Geld dafür ausgegeben, Stellen zu schaffen für Personen, die die Fälle lösen sollen – die Sonderstaatsanwältin María Lopez Urbina, die Beauftragte Guadalupe Morfin oder die Frauenbehörde von Chihuahua – und die für bestimmte Familien eine minimale finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen.
Diese Maßnahmen sind nicht ausreichend, weil das soziale Netz so zerrissen ist und diese Verbrechen schwere Folgen hinterlassen haben. Ein Beispiel hierfür ist die Situation der Waisenkindern, um die sich in vielen Fällen niemand kümmert. Viele Kinder leiden unter schweren Depressionen. Ein zwölfjähriges Mädchen versuchte zweimal, sich das Leben zu nehmen. Viele Jugendliche begannen mit Drogenmissbrauch, einer der Jugendlichen sitzt gerade im Jugendgefängnis. Die Stadt jedoch kümmert sich nur um ihr eigenes Image.
Aber in Juárez gib es Menschen, die sich organisiert haben, um eine Lösung dieses Problem zu fordern. Du gehörst einer diese Organisationen an, erzähl uns bitte etwas über NHRC.
NHRC besteht aus Angehörigen und engen FreundInnen der Opfer. Diese Organisation entwickelte sich nach der Ermordung von Lilia Alejandra Garcia Andrade im Jahr 2001. Ich war mit dieser jungen Frau eng befreundet und war drei Jahre ihre Lehrerin. Mit viel Trauer und Scham, ein Teil dieser Gesellschaft gewesen zu sein, die bis jetzt das Leiden der anderen nur beobachtet haben, ohne was dagegen zu tun, begann ich in einer Zeitung, in der ich bereits Kolumnistin war, darüber zu schreiben. Als erste öffentliche Aktion stellten wir uns zusammen mit vielen Menschen, die ihre Familie unterstützten, mit dem Sarg Lilias als Protest vor die Behörden. Danach kamen Familien zu uns, die eine ähnliche Situation erlebt haben und die wie wir das Gefühl hatten, dass die Behörden ihre Fälle nicht ernst nahmen. Was uns am Anfang sehr überraschte, waren die äußerlichen Ähnlichkeiten der Opfer und deren Schicksäle: Minerva Torres verschwand am gleichen Tag als der Körper von Lilia gefunden wurde; jede Woche verschwand eine Frau mit ähnlichen Merkmalen. Der fehlende Willen der Behörden, diese Fälle zu klären, musste ans Licht gebracht werden, was nicht ungefährlich war und ist.
NRHC unterstützt zwölf Familien, das sind insgesamt 30 Menschen. Sie bekommen Rechtsbeistand durch die Asociación Nacional de Avogados Democráticos (Bundesweite Vereinigung demokratischer Anwälte), mit ihrer Beratung werden die Klagen sowohl auf lokalen Ebene wie bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission – wo derzeit drei behandelt werden – geführt. Es wird auch im Gesundheitsbereich – körperlich wie emotional – Unterstützung gegeben. Zurzeit bekommen wir finanzielle Unterstützung durch Amigos de las Mujeres de Juárez (FreundInnen der Frauen aus Juárez) aus den USA und der Vereinigung Semillas aus Mexiko-Stadt. Die Grupo de Tecnología Alternativa (Gruppe für alternative Technologien) hat erreicht, dass eine Frauenorganisation aus den Niederlanden mit und für uns die erste freie Radiostation – RadioFem rompiendo el silencio – im Bundesstaat Chihuahua aufgezogen hat. Wir warten nur noch auf die Sendegenehmigung (siehe Kasten).
Es gibt auch auf nichtmaterieller Ebene Solidarität. Dies hat uns oft vor der Willkür der Behörden geschützt. Viele Organisationen haben auf die PolitikerInnen ihrer Länder eingewirkt, damit sie diplomatischen Druck auf Mexiko ausüben, und so hat Mexiko wenigstens zum Teil seine Schuld bei dem Problem anerkannt.
Der Fakt, dass die Regierung ihre Teilverantwortung bei der Nicht-Lösung des Problems zugegeben hat, bringt die Lösung näher oder bleibt dies Deiner Meinung nach noch in weiter Ferne?
Die mexikanische Regierung versucht weiterhin nur, das Vertrauen in die Behörden und die Justiz zu retten. Das einzige, was sich gebessert hat, ist, dass die Morde im Rahmen häuslicher Gewalt schneller aufgeklärt werden, jedoch nicht die, die wir als feminicidio bezeichnen. Man muss dazu auch erwähnen, dass die Straflosigkeit um die systematischen Morde zu einem deutlichen Wachstum der Verbrechensrate im Rahmen häuslicher Gewalt beigetragen hat. Es gab Männer, die dieses Modell nachahmten, indem sie ihre Frau ermordeten und dann den Leichnam in eine Decke wickelten und in der Wüste wegwarfen.
Kasten++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Auch das Schweigen über den feminicidio trägt zu dessen Verlängerung bei. Deshalb wird die Frauenorganisation Nuestras Hijas de Regreso a Casa ab Mai 2005 im Internet und hoffentlich in Kürze auf der Frequenz 107,9 MHz mit RadioFem unüberhörbar sein.
Mit dem Radioprojekt RadioFem – Rompiendo el Silencio (RadioFem – Wir brechen das Schweigen) wollen die engagierten Frauen von NHRC ihre Heimatstadt sozial unterstützen und zum Wiederaufbau des zerstörten sozialen Netzes beitragen. Die Sendungen aus der Gender-Perspektive sollen helfen, die traditionell machistische Gemeinde umzuerziehen. Die Frauen stehen hier im Mittelpunkt und es sollen unter historischen Gesichtspunkten die Situationen, die in die Entwicklung der Frau, des Feminismus etc. eingegriffen haben, angesprochen werden. Die unsichtbaren Strukturen des Machismo werden sichtbar gemacht und der Ort, der durch das Verschwinden und die systematische Ermordung von Frauen während mehr als zehn Jahren schwer getroffen wurde, durch Bildungsprogramme hinsichtlich der Rechte auch der Schwächeren sensibilisiert werden. RadioFem möchte auf unterhaltsame Weise Arbeits-, Menschen- und Bürgerrechte, Kultur, Wissenschaft und Politik präsentieren und mit Kommentaren, Informationen und Interviews Nachdenken wecken über die mögliche Einflussnahme der Gemeinschaft auf die wesentlichen Probleme von Juárez. Es strebt ein Programm der Nachbarschaftshilfe an, die die Möglichkeit bietet, sich mit den Menschen zu solidarisieren, die Hilfe benötigen. Neben diesen inhaltlichen Themen hat RadioFem den Anspruch, mit Musik die HörerInnen zu unterhalten und v. a. auch Jugendliche anzusprechen und ihnen einen großen Spielraum zu geben. Kinder und Jugendliche sind im Hinblick auf die Bildung einer neuen Generation, die gleichberechtigt den Respekt zwischen Männern und Frauen voranbringen kann, sehr wichtig und werden auch im Programm besonders berücksichtigt.
Für den Aufbau des Radioprogramms wird der Kontakt mit Institutionen, die sich beteiligen wollen, gesucht, und z. B. mit der Pädagogischen Hochschule, NGOs, die sich mit Alkoholismus, Jugendproblemen, Suchtproblemen, Arbeitsproblemen usw. beschäftigen, HistorikerInnen und anderen zusammen gearbeitet.
Noch warten die Radiomacherinnen auf die Sendeerlaubnis der SCT (Behörde für Kommunikation und Transport). Im Internet sind sie jedoch schon bald zu hören, um ihrem Ziel, nämlich ein anderes Ciudad Juárez zu schaffen, näher zu kommen. Und dazu brauchen sie Jede und Jeden, gestärkte und informierte Bürgerinnen und Bürger, die fähig und bereit sind, ihre Solidarität zu zeigen.
Das Interview führte Daniel Tapia am 12. Mai 2005
Uberzetzung: Die radaktion